Feuer machen ohne Feuerzeug

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Feuer machen ohne Feuerzeug, welche Möglichkeiten gibt es?

  1. Feuer machen mit einem Stück Glas oder einer Lupe und der Sonne
  2. Feuer machen mit einer Plastikfolie und Wasser
  3. Feuer machen mit einer Batterie und Stahlwolle
  4. Feuer machen mit einem Feuerstein
  5. Feuer machen mit Watte und Asche
  6. Feuer machen mit einem Feuerstahl / Feuerschläger
  7. Feuer machen mit einem Holzstock und einem Stück Holz
  8. Feuer machen mit einem Feuerbohrer (Rundholz und einem Schnürsenkel)



Feuer machen ohne Feuerzeug kann lebensnotwendig sein, ohne Feuer wird es sehr schwer irgendwo zu überleben.

In Survival Situationen kommt es vor, dass man zum Beispiel ein Lagerfeuer braucht, aber kein Feuerzeug oder Streichholz dabei hat. Wie kann man ein Feuer machen ohne Feuerzeug?

Feuer machen ohne Feuerzeug Lagerfeuer

Feuer machen ohne Feuerzeug, welche Möglichkeiten gibt es?

Um ein Feuer zu entzünden, gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, auch ohne ein Feuerzeug  dabei zu haben. Hier findest du einige Wege, die dir dabei helfen werden. Wie das genau geht, erfährst du weiter unten.

  1. Mit einem Stück Glas oder einer Lupe und der Sonne
  2. Mit Wasser und einer durchsichtigen Plastikfolie
  3. Mit einer Batterie und einem Stahlwolleschwamm oder Alufolie z.B. Kaugummipapier
  4. Mit einem Feuerstein
  5. Mit Watte und Asche
  6. Mit einem Feuerstahl
  7. Mit zwei Holzstücken
  8. Mit einem Rundholz einem Schnürsenkel und einem anderen Stück Holz

Voraussetzung um ein Feuer machen zu können, ist es genügend trockenen Zunder zu haben. Am besten ist es, schon auf dem Weg oder während man seinen Unterschlupf baut, welchen zu sammeln.

Zunder ist feines Material welches sehr schnell entflammt. Hierzu eignen sich feines Stroh, Holzspäne, alte Vogelnester, kleine feine Zweige oder auch Teile von der Rinde eines Baumes. Am besten steckst du alles, was du findest in Taschen die sich an deinem Körper befinden, so bleibt oder wird der Zunder trocken. Idealer Weise findest du auch etwas Harz von einem Baum, es wird helfen den Zunder länger brennen zu lassen.

Außerdem benötigen wir kleine Zweige um dem Zunder Futter zu geben und es in ein Feuer zu verwandeln. Dann wäre es natürlich wünschenswert, genügend Brennmaterial zu haben damit das Feuer nicht gleich wieder ausgeht.

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1. Feuer machen mit einem Stück Glas oder einer Lupe und der Sonne

Feuer machen mit Lupe

 

Mit der Lupe oder dem Glasstück Feuer zu machen, ist eigentlich sehr leicht, allerdings ist es ohne die Sonne nicht möglich.

Nimm das Glas oder die Lupe, halte es gegen die Sonne und bündele das Licht so, dass es einen kleinen Punkt auf dem Gegenstand bildet, den du entzünden willst. Halte nun etwas kleines Brennmaterial bereit und puste ein wenig Sauerstoff in den Zunder. Puste so das eine Flamme entsteht, nicht zu viel und nicht zu wenig. Lege nun nacheinander etwas Brennmaterial darauf, um das Feuer weiter zu schüren.

2. Feuer machen mit einer Plastikfolie und Wasser

Feuer machen mit Plastikfolie

 

Eigentlich ist diese Variante des Feuer machen’s genauso einfach wie mit einer Lupe oder einem Stück Glas.

Du nimmst Frischhaltefolie oder einen Beutel oder irgendwas anderes was aus klarer Folie ist und steckst es in eine Vertiefung. Am besten machst du dafür ein Loch in die Erde. Aber achte darauf, dass keine kleinen Steine darin sind, sie würden sonst schnell ein Loch in die Folie machen. Nun gießt du klares Wasser in das mit Folie ausgekleidete Loch und bindest die Folie danach zu einem Wasserballon zusammen. Ein Kondom ist für diese Variante natürlich auch machbar.

Diesen Wasserballon kannst du nun genauso verwenden wie eine Lupe, er wird das Licht genauso bündeln. Siehe Punkt 1.



3. Feuer machen mit einer Batterie und Stahlwolle

Feuer machen mit Stahlwolle und Batterie

 

Diese Möglichkeit ein Feuer zu machen ist sehr simpel.

Solltest du nun die Wahl haben, welche Batterie du dafür nehmen kannst, entscheide dich am besten für einen 9 Volt Block. Diese Batterie eignet sich am besten für die gewählte Methode.

Also, du brauchst eine Batterie die Stahlwolle oder Alufolie, Kaugummipapier geht auch.

Du nimmst die Batterie und hältst die Stahlwolle gleichzeitig an den Plus und Minuspol. Die glühende Stahlwolle hältst du dann an den Zunder, bis es anfängt zu brennen. Lege nun nacheinander etwas Brennmaterial darauf, um das Feuer weiter zu entfachen.

Oder

Am besten faltest du die Alufolie so, dass es außen etwas dicker ist und in der Mitte schön flach, so kannst du besser bestimmen an welchem Teil es anfängt zu glühen. Du nimmst die Batterie und hältst die Enden der Alufolie gleichzeitig an den Plus und Minuspol. Die nur kurz aufglühende Alufolie hältst du vorher an den Zunder damit es anfängt zu brennen. Lege nun nacheinander etwas Brennmaterial darauf, um das Feuer weiter zu entfachen.

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4. Feuer machen mit einem Feuerstein

Feuer machen mit Feuerstein

 

Sicher hast du von dieser Methode schon einmal gehört. Da es sehr schwierig ist den Funkenflug zu steuern, halte ich es nicht gerade für die beste Variante ein Feuer zu machen.

Gebraucht werden eigentlich nur zwei Feuersteine und genügend trockener Zunder. Die beiden Steine werden aufeinander geschlagen. Die dadurch entstehende Funken sollen auf den Zunder fallen und diesen entzünden. Sicher kannst du dir vorstellen, dass hierfür einige Versuche notwendig sind, bis der Funke den Zunder trifft und ihn dann auch noch entzündet.

5. Feuer machen mit Watte und Asche

Feuer machen mit einem Tampon und Asche

 

Alles was du dazu benötigst ist, etwas Asche und Watte oder einen Tampon oder ähnliches. Darüber hinaus solltest du noch zwei flache Stücke Holz haben, sonst werden deine Handflächen zu heiß.

Nimm die Watte und zupfe sie so weit wie möglich auseinander. Jetzt bildest du aus den Fasern eine Art Tuch, die du anschließend mit der Asche füllst. Nun drehst du das „Tuch“ zusammen, so dass eine Wurst entsteht. Diese packst du nun zwischen die beiden flachen Hölzer und reibst sie aneinander damit sich die Watte darin schnell rollt. Nach einer Weile bildet sich in der Watte ein Glutnest. Nimm also nach einigem Rollen die Watterolle auseinander und sieh nach, ob schon Glut darin ist. Halte dann den Zunder an das Glutnest, puste Sauerstoff dazu und bringe es zum Brennen.

6. Feuer machen mit einem Feuerstahl / Feuerschläger

Feuer machen mit einem Feuerstahl

 

Mit einem Feuerstahl ein Feuer zu machen, ist eine  typische Survival Methode. Wenn du guten Zunder hast, bekommst du damit immer ein Feuer zu Stande. Nach ein paar Mal testen, hat man auch schnell den Dreh raus.

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7. Feuer machen mit einem Holzstock und einem Stück Holz

Feuer machen Zunder

 

Obwohl es eine der schwersten und aufwändigsten Varianten ist, ist es eine der bekanntesten Methoden ein Feuer zu machen. Es ist keine Seltenheit, dass sich die Feuermacher große und schmerzhafte Blasen an den Händen zuziehen.

Bei dieser Methode, nimmst du ein flaches Stück Holz, in das du der Länge nach eine Furche machst und auf den Boden legst. Am hinteren Ende des Holzes machst du dann eine Kerbe in das Holz, damit sich dort der Abrieb des Holzes sammeln kann. Nun wird das andere Holzstück schräg von oben auf das liegende Stück Holz in der Furche schnell und kräftig gerieben. Das geschieht so lange, bis in der Kerbe eine kleine Menge an Glut vorhanden ist. Diese wird dann in das Zundernest gekippt und durch langsames anblasen von Sauerstoff entfacht.

8. Feuer machen mit einem Feuerbohrer (Rundholz und einem Schnürsenkel)

Feuer machen mit Schnürsenkel

 

Um mit einem Feuerbohrer Feuer zu machen brauchst du eine Schnur, ein trockenes gerades Stück Rundholz und ein Stück trockenes Holz, in das du bohren möchtest.

Du suchst dir am besten ein Stück junge Weide und baust dir daraus einen Bogen mit Hilfe einer Schnur oder deiner Schnürsenkel. Dann suchst du dir ein Stück Rundholz das absolut trocken und gerade ist. Nun besorgst du dir noch 2 Stück Holz, eins zum reinbohren und eins um das Rundholz festhalten zu können. Jetzt machst du in das zu bohrende Holz eine Vertiefung und daneben eine kleine Kerbe.

Die Bogenschnur wickelst du nun ein bis zwei Mal um den Feuerbohrer, klemmst den Bohrer dann zwischen die beiden Holzstücke und fängst an zu sägen.

In der Kerbe sollte sich nun die Glut vom bohren gesammelt haben. Kippe die Glut nun in dein Zundernest, durch langsames Pusten bringst du die Glut im Nest zum Brennen.



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