Survival Notnahrung – Essbare Wildpflanzen

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Die wahrscheinlich einfachste Methode in der wilden Natur an Survival Notnahrung zu kommen, ist es richtige essbare Wildpflanzen und Pilze zu kennen. Wichtig ist hierbei nur, esse niemals Pflanzen bei denen du dir unsicher bist!

Einige Pflanzenteile kannst du roh essen aber die meisten solltest du ein wenig kochen. Wasche die Pflanzenteile mit sauberem Wasser, entferne die Haare und koche sie in einer kleinen Menge Wasser auf. Oft sind die Blätter sehr reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen. Die meisten Pflanzen sind ohnehin viel schmackhafter wenn sie gekocht wurden. Aber du solltest sie nicht zerkochen, sonst zerstörst du die wertvollen Vitamine.

Löwenzahn Survival essbare Wildpflanzen Notnahrung
Survival Notnahrung

 

Einige Pflanzen sind zwar holzig aber dennoch essbar. Wenn sie weich sind, schälst du die äußere Schicht ab, die faserigen Teile schneidest du klein und kochst sie dann. Das innere Fleisch einiger Stiele ist nahrhaft und hat einen süßen Geschmack.

Weißer Senf (Synapsis alba) wächst bis zu 60cm hoch, der Stamm ist flauschig, faltig, mit tiefen Lappenblättern und gelben Blüten. Es wächst meist auf Grasflächen. Die jungen Blüten und Blätter sind in roher Form essbar. Die ganze Pflanze ist geschmackvoller wenn sie in gekochter Form gegessen wird. Junge Pflanzen sind zu bevorzugen.

Primeln (Primula vulgaris-Hybride) werden oft auf Grasflächen mit schattiger Lage gefunden. Alle Teile sind essbar, aber die besten Teile der Pflanze sind die jungen Blätter. Die Blüten sollten besser gekocht oder als Tee zu sich genommen werden. Diese Pflanze wird gerne gegen Erkältungskrankheiten und Asthma eingesetzt.

Löwenzahn (Taraxacum) kommt in vielen Arten fast überall vor. Suche nach  großen gelben Blumen. Die jungen Blätter können roh gegessen werden, schmecken aber deutlich besser wenn sie gekocht gegessen werden, sie verlieren dadurch ihre Bitterstoffe. Die Wurzeln kann man rösten sie eignen sich als Kaffeeersatz. Der Saft der Löwenzahnblätter ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Die gekochte Wurzel kann bei Magenproblemen helfen.

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Wiesen Sauerampfer (Rumex acetosa) ist für grasige Orte üblich. Sammle nur die jungen Pflanzenteile! Sie sind sehr reich an Vitamin C, die Blätter sind in roher Form essbar, durch das Kochen wird der scharfe Geschmack gemildert. Diese Pflanze sollte nur in mäßigen Mengen konsumiert werden.

Brennnessel (Urtica) wächst fast das ganze Jahr. Suche nach gezackten Blättern mit Brennhaaren. Sammle die jungen Triebe oder junge Pflanzen 10-15 cm hoch. Von älteren Pflanzen kannst du auch die Samen sammeln. Die Pflanze kann roh oder schmackhafter Weise gekocht gegessen werden. Vorsicht diese Pflanze wirkt entwässernd, also bitte nur konsumieren wenn Wasser kein Problem darstellt.

Wegerich (Plantago) sind in den meisten Orten üblich. Diese Pflanze mag trockenen Boden. Die ziemlich bitteren jungen Blätter kochst du am besten wie Spinat um sie zu verspeisen. Du kannst den Saft für die Heilung von Wunden verwenden oder ihn einnehmen.

Rohrkolben (Typha) wächst bis zu 4m hoch, hat gräuliche Blätter und auffällige, dunkelbraune Blütenstände in Form von „Würstchen“. Es wächst in oder in der Nähe von frischem Wasser. Die Wurzel und der Stängel sind in roher oder gekochter Form essbar, die Blätter sind am besten als Spinat und jungen Triebe als Spargel zuzubereiten. Die Pollen kann man in Wasser rühren so dass ein Teig entsteht, diesen Teig kann man  dann in einer Pfanne oder auf einem Stock backen oder braten.

Schilf (Phragmites) wird bis zu 4 m hoch. Die Blätter sind silbergrau grün, die Blütenköpfe sind bräunlich. Es wächst in Süßwasser und kommt fast überall vor. Koche die essbare Wurzel. Im Stamm befindet sich eine essbare, zuckerreiche harzige Masse.

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Bärlauch (Allium ursinum) hat breite hellgrüne Blätter und eine Reihe von weißen sternförmigen Blüten auf der Spitze des Stiels. Es wächst in den Wäldern Europa und Asiens. Er ist bekannt für einen starken Geruch nach Knoblauch. Geschmacklich ist es zu empfehlen, die Blätter der Pflanze möglichst roh zu verzehren.

Essbare Wurzeln

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Wurzeln und Knollen sind eine unschätzbare Nahrungsquelle für Menschen in Not. Sie enthalten viele Nährstoffe, insbesondere Stärke.

Den größten Stärkegehalt der Wurzeln, findet man im Zeitraum von Herbst bis zum Frühjahr. Um neues Wachstum zu ermöglichen, wird dann im Frühjahr ein Teil der Stärke in Zucker umgewandelt. Einige essbare Wurzeln können eine Dicke von mehreren Zentimetern und eine Länge von bis zu einem Meter bekommen. Nicht zu vergessen sind die essbare Zwiebeln, aber Vorsicht, da einige Zwiebeln giftig sind. Viele Wurzeln schmecken gebraten am besten. Koche sie, bis sie weich werden, und brate sie dann auf einem heißen Stein oder in der glühenden Kohle deines Feuers.

Einige Wurzeln, wie die vom Löwenzahn, sind ein guter Ersatz für Kaffee, wenn sie zerquetscht oder gemahlen und dann geröstet werden.

Gänsefingerkraut (Potentilla anserina) – eine kleine Kriechpflanze mit einer silbrigen Unterseite der Blätter. Es wächst an feuchten Orten. Die fleischigen Wurzeln sind essbar sollten aber besser gekocht werden.

Pastinak (Pastinaca sativa) – diese behaarte Stachelpflanze hat im Durchschnitt eine Höhe von 1 m, die Blätter sind gezackt, dichte gelbe Köpfe von kleinen Blüten. Es wächst meist auf Grasflächen. Die Blätter ähneln geschmacklich der Petersilie. Die Wurzeln werden roh und gekocht gegessen. Die vorwiegend im Winter geernteten Wurzeln sind süßlich-würzig.

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Wilder Lauch (Allium) ist fast überall zu finden, er ist leicht an seinem Geruch zu erkennen. Die essbare Wurzel kann in einer Tiefe von bis zu 25 cm unter der Erde gefunden werden.

Essbare Beeren

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Beeren sind ein sehr leckeres Essen. Sie sind die Quellen von Vitaminen, Enzymen, Proteinen, Kohlenhydraten, Fetten sowie organischen Säuren und anderen biologisch aktiven Substanzen. Die Menschheit hat nicht nur das Essen, sondern auch die heilende Wirkung dieser köstlichen Früchte erfahren. Die Beeren werden sehr gut vom Körper aufgenommen und verbessern die Prozesse der Verdauung in dem sie die Verdaulichkeit anderer Nährstoffe fördern. Besonders wertvoll sind in Beeren enthaltene Vitamine. Diese Substanzen sind so wertvoll, da sie alle Elemente des Periodensystems enthalten.

Essbare Beeren sind Beispielsweise die: Preiselbeere, Blaubeere, Brombeere, Walderdbeere, Himbeere, Johannisbeere, Schwarzdorn, Blaubeere und die Maulbeere.

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